Erster Weltkrieg 1914

Diese Webseite hat das Jahr 1914 zum Thema.

Das Jahr ist vom Glauben an den schnellen Sieg geprägt.
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Euphorie
August Beginn der Kampfhandlungen
Besetzung Luxemburgs
Offensive der Österreicher gegen Serbien
Schlacht bei Tannenberg im Osten
September Besetzung Belgiens
Marneschlacht im Westen
Dezember Räumung Serbiens durch die Österreicher
Am 28. Juni 1914 wurden der österreichische Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin in Sarajewo ermordet. Aufgrund der internationalen Verstrickungen (Zweibundvertrag Deutschland-Österreich 1879, Dreibundvertrag Deutschland-Österreich-Italien 1882, Bündnisvertrag Deutschland-Rumänien 1883, Neutralitätsvertrag Italien-Frankreich 1902, Französisch-russisches Bündnis 1892 und Ententeverträge Großbritannien-Frankreich-Rußland 1904 und 1907) weitete sich der Krieg schnell auf viele Länder und Menschen aus. Zu Beginn gab es in den Köpfen der Menschen klare Vorstellungen wie dieser Krieg ablaufen würde, nämlich so wie die Auseinandersetzung zwischen Frankreich und Deutschland 1870/71. Man würde sich sammeln, ein paar Wochen Krieg führen und glücklich wieder heimfahren. Ein paar Soldaten würden ihr Leben fürs Vaterland geben und alle Übrigen wären Helden der Nation. "Weihnachten sind wir wieder zu Hause!" behauptete eine Pariser Zeitung. "Zwei Monate höchstens ... Kein Industriestaat kann es sich erlauben, seine Wirtschaft durch einen langen Krieg ruinieren zu lassen!" tönten deutsche Stimmen. Tatsächlich schienen die ersten Wochen des Kriegs dies zu bestätigen. Der deutsche Angriff wurde in Anlehnung an die letzte amtliche Denkschrift, dem sogenannten Testament des Grafen Schlieffen, von 1905 durchgeführt. Deutsche Truppen nahmen in kurzer Zeit Belgien ein und marschierten weiter durch Nordfrankreich fast bis Paris. Doch dort ging es auf einmal nicht weiter. Um nicht durch Bombensplitter getroffen und durch angreifende Truppen überrollt zu werden, gruben sich beide Seiten auf dem Schlachtfeld ein. Das Maschinengewehr und Handgranaten wurden die wichtigsten Waffen. Die Verteidiger waren gegenüber den Angreifern von Anfang bis Ende des Kriegs im Vorteil und dieser Umstand hat den Krieg entschieden. Deutschland verfügte weder über genügend Rohstoffquellen für die Kriegsmaterialproduktion im eigenen Land noch über die Möglichkeit, die benötigten Rohstoffe einzuführen, denn Großbritannien hatte die erheblich größere Kriegsflotte, die die Weltmeere beherrschte. Deutschlands U-Boot-Flotte war technisch noch nicht weit genug entwickelt und in genügender Anzahl verfügbar, um die britische Übermacht auf den Meeren in Bedrängnis zu bringen. Deshalb arbeitete die Zeit gegen die deutsche Seite. Die Schlachten an der Somme und an der Marne waren Menschenmassen- und Materialschlachten. Das Trommelfeuer der Artillerie ließ den Kriegsschauplatz erbeben. Luftballons und Flugzeuge wurden zu den Augen der Artillerie.
Im Osten gelang es der deutschen Führung, Generaloberst von Hindenburg und Generalmajor Ludendorff, die anfangs mit Einzelaktionen erfolgreichen Russen in der Schlacht bei Tannenberg vom 26. bis 30. August 1914 entscheidend zu schlagen.


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Herborn-Seelbach, 11. November 2002


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